Universität Greifswald sichert den Studiengang Baltistik

Hörsaal einer deutschen Universität Bild vergrößern Vorlesung für Studienanfänger (© dpa picture-alliance) Das Auswärtige Amt und das Land Mecklenburg Vorpommern haben durch eine Vereinbarung den Bestand der Studiengänge Baltistik und Ukrainistik an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald für die nächsten Jahre sichergestellt.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte dazu: „Gerade angesichts der Krisen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft brauchen wir in Deutschland mehr denn je fundiertes Wissen und  Regionalkompetenz. Meine tiefe Überzeugung ist: Tragfähige außenpolitische Lösungen werden wir nur entwickeln können, wenn wir versuchen, die Welt mit den Augen der Anderen zu sehen, ‎ihre Träume und Traumata besser verstehen lernen und unseren Blick erweitern. Dies gilt umso mehr für Kulturregionen im Osten Europas, die bislang noch viel zu wenig beleuchtet wurden. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass es uns gelungen ist, die Zukunft der Ukrainistik und der Baltistik an der Universität Greifswald für die kommenden Jahre gesichert wurde.“

Durch die Vereinbarung wird unter anderem  eine wissenschaftliche Qualifikationsstelle für das Institut für Baltistik geschaffen, um die wissenschaftlich-analytische Expertise  über die Region zu stärken. Die Kosten für die nächsten zehn Jahre teilen sich das Auswärtige Amt, das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Universität Greifswald.

Der Bildungsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb, zeigte sich angesichts der gemeinsamen Anstrengungen erleichtert: „Ich bin dem Außenminister sehr dankbar, dass die Bundesregierung bereit ist, dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Universität Greifswald den Erhalt der Studienangebote in Ukrainistik und Baltistik zu ermöglichen. Der Wert dieser Fächer bemisst sich nicht anhand bloßer Studierendenzahlen, sondern vor allem an ihrer kultur-, wissenschafts- und außenpolitischen Bedeutung in einem zusammenwachsenden Europa. Ohne die unbürokratische Hilfe des Außenministers wäre dieser wichtige Schritt nicht möglich gewesen.“