Präsident Vējonis und Botschafter Schütte bei Eröffnung der Ausstellung „Wahlverwandtschaften - Deutsche Kunst seit den späten 1960er Jahren“

Im Vordergrund: Botschafter Schütte. Im Hintergrund von links: Kurator Dr. Gisbourn, Staatspräsident Raimonds Vējonis und Frau Iveta Vējone, Kulturministerin Dace Melbārde,  Direktorin des Nationalen Kunstmuseums Frau Māra Lāce Bild vergrößern Im Vordergrund: Botschafter Schütte. Im Hintergrund von links: Kurator Dr. Gisbourn, Staatspräsident Raimonds Vējonis und Frau Iveta Vējone, Kulturministerin Dace Melbārde, Direktorin des Nationalen Kunstmuseums Frau Māra Lāce (© Botschaftsarchiv)

Am 16. Juni 2016 nahm der deutsche Botschafter  Rolf Schütte  gemeinsam mit Staatspräsident Raimonds Vējonis und Kulturministerin Dace Melbārde an der Eröffnung der  Ausstellung „Wahlverwandtschaften - Deutsche Kunst seit den späten 1960er Jahren“ in der Ausstellungshalle „Arsenāls“ teil.

Für das lettische Publikum bietet die Ausstellung die einmalige Chance, sich mit den Werken fast aller renommierten deutschen Künstler der Nachkriegszeit im Original vertraut zu machen. 

In seiner Ansprache betonte Botschafter Schütte die tiefe und auf einer langen gemeinsamen Geschichte beruhende Verbundenheit zwischen Deutschland und Lettland, zwischen Deutschen und Letten. Diese zeige sich nicht nur an dem intensiven und hochrangigen politischen Dialog, sondern besonders auch im kulturellen Bereich.

„Wahlverwandtschaften“ ist die erste umfassende Ausstellung zeitgenössischer deutscher Kunst in Lettland, die auch zentrale Themen der deutschen Nachkriegsgeschichte der letzten  50 Jahre aus der künstlerischen Retroperspektive aufgreift.  

75 herausragende  Arbeiten von 53 hochrangigen Persönlichkeiten werden ausgestellt. Darunter sind Werke des  Aktionskünstlers Joseph Beuys ebenso vertreten wie solche des derzeit weltweit höchst  bezahlten lebenden Malers Gerhard Richter, aber auch Stücke junger aufstrebender Künstler wie Alicja Kwade und Philipp Fürhofer. Diese Auswahl  ermöglicht auch generationenübergreifende Vergleiche und Verbindungen einzelner Ereignisse der Geschichte.

Der Ausstellungstitel bezieht sich auf den Roman „Wahlverwandtschaften“ von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahre 1809 und handelt von Wesensverwandtschaften menschlicher Beziehungen. Der Begriff „Wahlverwandtschaft“ stammt ursprünglich aus der Chemie und beschreibt das anziehende und abstoßende Verhalten von chemischen Verbindungen, bei dem die stärkere Säure die schwächere aus ihren Salzen verdrängt.  In diesem Sinne beleuchtet die Ausstellung Verbindungen, Korrespondenzen und Herleitungen, die durch den Dialog der Werke entstehen.

Die Ausstellung befindet sich in der Ausstellungshalle „Arsenāls“ des Nationalmuseums für Kunst in Riga und kann noch bis zum 21. August  besucht werden.

Ein Rahmenprogramm mit Diskussionen und Vorträgen mit und über beteiligte Künstlerinnen und Künstler wird in Kooperation mit dem Goethe-Institut Riga im August 2016 stattfinden.

Die Begrüßungsansprache von Botschafter Schütte finden Sie auf Englisch

hier [pdf, 199.7k]

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Lettischen Nationalen Kunstmuseums unter:

http://www.lnmm.lv/en/aeh