Eröffnung der Reformationsausstellung in Riga

Botschafter Schütte hält Grußwort bei der Eröffnung der Reformationsausstellung in Riga Bild vergrößern Botschafter Schütte hält Grußwort bei der Eröffnung der Reformationsausstellung in Riga (© Deutsche Botschaft Riga)

Mit einem Grußwort an die Anwesenden nahm Botschafter Schütte an der Eröffnung der Ausstellung „500 Jahre Reformation – Westeuropäische Grafiken vom 15. bis 20. Jahrhundert“ im Kunstmuseum „Rigaer Börse“ am 20. Januar 2017 teil.

Die Ausstellung anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation spiegelt die grundlegenden Veränderungen in Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Buchwesen wider, die mit dem Thesenanschlag Martin Luthers an die Wittenberger Schlosskirche 1517 losgetreten wurden. Kunstwerke aus Deutschland bilden das Herz der Ausstellung. Jedes der fünf Jahrhunderte seit der Reformation wird von einem Künstler seiner Zeit repräsentiert. Der Betrachter wird zum Entdecken von Unterschieden in den jeweiligen Reflexionen der Künstler über die Jahrhunderte eingeladen.

In seiner Rede betonte Botschafter Schütte, dass die große Aufmerksamkeit nicht zufällig sei, die das Thema Reformation gerade in Lettland auslöse. Schließich sei Riga eine der ersten Städte gewesen, in denen sich die Reformation durchgesetzt habe. Aus diesem Grund bilde dieses Thema einen Schwerpunkt im intensiven deutsch-lettischen Austausch im Jahre 2017, dem sich auch die Deutsche Botschaft mit besonderem Engagement widme. Die Botschaft werde eine Reihe von hoch- und höchstrangigen deutschen Besuchern in Riga begrüßen können, in deren Besuchsprogramm das Thema Reformation eine große Rolle spielen werde.

Der Botschafter zeigte sich besonders erfreut darüber, dass die jahrhundertelange deutsche Präsenz in Lettland die beiden Nationen verbindet. Dazu würden Persönlichkeiten beitragen, die oder deren Nachkommen heute nicht mehr in Lettland lebten, die sich diesem Land und seiner Hauptstadt aber immer noch eng verbunden fühlten. Dabei verwies er auf die Reformationsausstellung, die beispielhaft für die große Zahl solcher Verbindungen stehe. So stammten einige der gezeigten Werke aus der Sammlung des deutschbaltischen Literaten und Kunstsammlers Reinhold Philipp Schilling, der im 19. Jahrhundert in Riga gelebt hat. Andere Stücke seien Bestandteil der Sammlung des Münchner Kunstsammlers Peter Böttger, bis sie 2016 der Lettischen Nationalbibliothek geschenkt wurden. Besonderen Dank sprach der Botschafter dem bei der Ausstellungseröffnung auch anwesenden Herrn Thomas Emmerling aus, dessen Leihgaben den Hauptteil der Kunstausstellung ausmachen.