Einweihung des Denkmals „Garten der Synagoge“ in Bauska

Bild vergrößern Botschafter Rolf Schütte nahm am 15. Oktober an der Einweihung des Denkmals „Garten der Synagoge“ in Bauska teil. In seiner Ansprache sagte er u.a.:

„Wenn wir uns an Gedenkstätten wie Rumbula und Biķernieki treffen, werden wir an die Massenerschießungen von lettischen und deutschen Juden erinnert, wie der Holocaust in Ländern wie Lettland durchgeführt wurde. Aber wir treffen uns auch an Orten, wo Synagogen niedergebrannt wurden – an der Großen Choral-Synagoge in Riga oder heute hier an diesem Ort in Bauska. In Deutschland wurden mehr als 1400 Synagogen und andere Orte des jüdischen Glaubens schon im November 1938 in Brand gesetzt. Die brennenden Synagogen markierten den Übergang von der Diskriminierung der Juden zur Verfolgung und späteren Vernichtung in den Konzentrationslagern. [..] Als Deutscher und als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland schäme ich mich für die Untaten, die Deutsche oder im Namen Deutschlands in der Zeit begangen wurden, als die Nazis große Teile Europas beherrschten.“

Das Denkmal „Garten der Synagoge“ wurde am Ort der Großen Synagoge in Bauska errichtet, die im Juli 1941 während der Besatzung Lettlands durch Nazi-Deutschland niedergebrannt  wurde.

Das Denkmal wurde vom Künstler Ģirts Burvis gestaltet.

An der Zeremonie am 15. Oktober 2017 nahmen neben Botschafter Schütte und der Botschafterin der USA u.a. auch Bauskas Bürgermeister Raitis Ābelnieks und Vertreter der jüdischen Gemeinde Lettlands, Botschafter Rolf Schütte und Bürgermeister der Stadt Bauska Raitis Ābelnieks. Bild vergrößern Botschafter Rolf Schütte und Bürgermeister der Stadt Bauska Raitis Ābelnieks. (© Deutsche Botschaft Riga)

vor allem aber Nachkommen von jüdischen Familien teil, die früher in Bauska gelebt hatten und von deren Angehörigen zahlreiche im Holocaust ermordet wurden.

Einweihung des Denkmals „Garten der Synagoge“ in Bauska