Filmvorführung anlässlich des 54. Jahrestages des Élysée-Vertrags

Szene aus dem Film „Joyeux Noël“ Bild vergrößern Szene aus dem Film „Joyeux Noël“ (© Institut français de Lettonie)

Anlässlich des 54. Jahrestages des Élysée-Vertrags haben Botschafter Schütte und die Botschafterin der Französischen Republik in Lettland, Frau Odile Soupison, zur Vorführung des Films „Joyeux Noël“ („Frohe Weihnachten“) von Christian Carion am 24. Januar im Kino Splendid Palace eingeladen. 

Am Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags (22. Januar) wird der Deutsch-Französische Tag gefeiert. Aus diesem Anlass organisieren die Außenministerien Deutschlands und Frankreichs jedes Jahr Veranstaltungen, um vor allem jungen Menschen die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft nicht nur für die beiden Länder, sondern für ganz Europa nahezubringen.

In seinem Grußwort an die Anwesenden zeigte sich Botschafter Schütte besonders erfreut über die große Zahl junger Gäste im Publikum. Gerade ihnen möge die ursprüngliche Idee des Elysée-Vertrags zwar weit weg erscheinen, aber es sei noch nicht so lange her, dass sich Deutsche und Franzosen mit Vertrauen und Freundschaft begegnen würden. Der Jahrestag des Elysée-Vertrags symbolisiere nicht zuletzt den Beginn des Friedens in Europa nach vielen Jahrhunderten des Krieges und des Leids.

Der Botschafter erklärte, dass seine Generation die erste sei, die keinen Krieg zwischen Deutschen und Franzosen erlebt habe. Es sei daher keineswegs selbstverständlich, dass die beiden Nationen heute in einem friedlichen Europa lebten. Die Europäer genössen Frieden, weil sich viele Menschen nach dem großen Krieg aktiv um Aussöhnung bemüht hätten und auf dem Fundament von Versöhnung und Solidarität ein gemeinsames Europa wachsen konnte. Angesichts der aktuellen Krisen, Kriege und globalen Herausforderungen dürften sich die Europäer auf diesen Errungenschaften nicht ausruhen.

Botschafter Schütte schloss seine Rede mit einem Zitat des amtierenden Bundespräsidenten Joachim Gauck: „Europa braucht jetzt keine Bedenkenträger, sondern Bannerträger, keine Zauderer, sondern Zupacker, keine Getriebenen, sondern Gestalter.“ An diese gemeinsame Aufgabe soll der Deutsch-Französische Tag nicht nur die Deutschen und die Franzosen, sondern alle Europäer erinnern.