IV. Konferenz der Germanisten und Deutschlehrer der Ostsee-Anrainerstaaten

Botschafter Schütte begrüßt die Teilnehmer der Tagung Bild vergrößern Botschafter Schütte begrüßt die Teilnehmer der Tagung (© Deutsche Botschaft Riga) Welchen Stellenwert hat die Deutsche Sprache in den Ostseeanrainerstaaten heute? Welche Zukunftsperspektiven hat das Fach Deutsch als Fremdsprache an Schulen und die Germanistik an den Universitäten in diesen Staaten? Dies waren einige der Leitfragen, die die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IV. Konferenz der Germanisten und Deutschlehrer der Ostsee-Anrainerstaaten am 21. und 22. April 2017 in Riga gemeinsam erörtert haben.

In seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung unterstrich Botschafter Rolf Schütte, dass der Deutschunterricht den Schülerinnen und Schülern nicht nur bessere berufliche Perspektiven im In- und Ausland eröffnet, sondern auch den geistigen Horizont erweitert und Austausch und Verständigung ermöglicht. Einen ganz besonderen Dank richtete er an die Organisatorinnen der Konferenz,  Prof. Dr. Ilze Kangro (Universität Lettlands) und Marita Gareis (Universität Uppsala).

Den ersten Plenarvortrag der Konferenz hielt der Präsident der Lettischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. habil. Ojars Sparitis zu dem Thema „Zeugnisse der Reformations- und Konfessionalisierungszeit in den Artefakten der livländischen Kunst“.

Im Rahmen des ersten Konferenztags fand auch eine interaktive Podiumsdiskussion „Meine Erfolgsgeschichte durch Deutsch“ statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe (Wirtschaft, Feuerwehr, Bildungswesen und öffentliche Verwaltung) vorzuweisen hatten, haben über ihre eigenen Erfahrungen und ihre Motivation Deutsch zu lernen berichtet. Unter den Teilnehmern war auch eine lettische Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft, Frau Sabine Nortone Sabine Nortone erzählt über ihre Erfolgsgeschichte durch Deutsch Bild vergrößern Sabine Nortone erzählt über ihre Erfolgsgeschichte durch Deutsch (© Deutsche Botschaft Riga)

Feierlichen Abschluss des ersten Konferenztags bildete der Empfang in der Residenz des Deutschen Botschafters in Riga. Dort hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus Lettland, Belarus, Schweden, Estland, Russland Litauen, Polen und Deutschland für die Teilnahme an der Konferenz angereist waren, die Gelegenheit, einander besser kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und sich miteinander auszutauschen.  

Am zweiten Tag wurde in insgesamt vier Arbeitsgruppen intensiv über Literatur und Kultur, Methodik und Didaktik des Faches Deutsch als Fremdsprache, sowie auch über Zukunftsperspektiven des Fachs Germanistik im Ostseeraum und Deutsch als Wirtschafts- und Wissenschaftssprache diskutiert.

Die Plenarvorträge und Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen in einem Konferenzband veröffentlicht werden. Die nächste Konferenz soll voraussichtlich in drei Jahren in Kaunas, Litauen, stattfinden.

Die erste Konferenz der Germanisten und Deutschlehrer der Ostseeanrainerländer fand in Magdeburg (2010), die zweite – in Uppsala (2012), die dritte – in Tartu (2014) statt. Die wichtigsten Beiträge wurden im jeweiligen Konferenzband veröffentlicht. Die Konferenz wurde in Zusammenarbeit der Universität Lettlands, der Universität Uppsala, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Deutsche Auslandsgesellschaft und des Deutschlehrerverbands Lettlands veranstaltet und von der Deutschen Botschaft Riga finanziell gefördert.