Von Königstein nach Riga – die Geschichte der Glocken im Rigaer Dom

Evangelische Gemeinde Königstein/Taunus im Europasaal der Deutschen Botschaft Riga mit Botschafter Rolf Schütte. Bild vergrößern Evangelische Gemeinde Königstein/Taunus im Europasaal der Deutschen Botschaft Riga mit Botschafter Rolf Schütte. (© Deutsche Botschaft Riga)

Die Evangelische Gemeinde Königstein im Taunus besuchte auf ihrer dreitägigen Reise in die lettische Hauptstadt Riga die Deutsche Botschaft und traf Botschafter Rolf Schütte zu einem Gespräch.

Der Anlass für die Reise nach Riga ist ein Zeugnis der Vielfalt der intensiven deutsch-lettischen Beziehungen. Die Evangelische Gemeinde Königstein im Taunus und der Rigaer Dom, seinerseits das altehrwürdige Monument der Christianisierung Lettlands, sind nämlich über die Glocken im Rigaer Dom miteinander verbunden. Sechs der insgesamt sieben Glocken im Rigaer Dom kommen ursprünglich aus Königstein und waren dort seit den 60er Jahren bis 1997 in Betrieb, bevor sie sich einige Jahre später auf den 1700 km langen Weg von Königstein nach Riga gemacht haben. Einst wurden die Glocken durch Sammlungen und Spenden für die  Evangelische Gemeinde in Königstein geschaffen. Auf Initiative des Beauftragten für das Glockenwesen der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hartwig Niemann, wurde  der Kontakt nach Riga geknüpft. Es wurde festgestellt, dass die  einzig erhaltene Glocke im Rigaer Dom klanglich zum kleinen Geläut aus Königstein passte. Daraufhin kam der Gedanke die Glocken nach Riga zu verschenken. Nach Abschluss von Sanierungsarbeiten am Dom in Riga läutet dieser seit Heiligabend 2015 siebenstimmig. Die Königsteiner Glocken tragen dazu einen sechsstimmigen Klang bei.