Reformation in Riga - Staatsminister Roth eröffnet internationale Konferenz in Lettland

Anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation reiste der Europa-Staatsminister Michael Roth vom 16. bis 17. März in die lettische Hauptstadt Riga. Dort eröffnete er die Konferenz "Reformation in der heutigen Welt" und führte politische Gespräche u.a. mit dem lettischen Außenminister Edgars Rinkēvičs und der Kulturministerin Dace Melbārde. Er kam auch mit Vertretern der Zivilgesellschaft zusammen.

500 Jahre Reformation

Nur wenige Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers im Jahr 1517 war Riga eine der ersten Städte, in denen sich die Ideen der Reformation verbreiteten. Die internationale Konferenz "Reformation in der heutigen Welt"  an der Universität Lettlands nahm die Bedeutung der Reformation in der heutigen Zeit in den Blick. Der Europa-Staatsminister eröffnete die Konferenz in Riga. Bild vergrößern Der Europa-Staatsminister eröffnete die Konferenz in Riga. (© Gints Ivuškāns)

Zur Eröffnung der Konferenz betonte Staatsminister Michael Roth: "Wir verdanken der Reformation entscheidende Impulse für unser heutiges Verständnis von Freiheit, Bildung und gesellschaftlichem Zusammenleben. Die Reformation hat eben nicht nur die Kirche grundlegend erneuert. Sie hat auch bahnbrechende politische, gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen mit sich gebracht, die bis heute spürbar sind – nicht nur für Christen, sondern auch für Anders- und Nichtgläubige. Die Reformation geht daher jeden von uns an."

Lettland gehört zum Herzen Europas
In Riga traf Staatsminister Roth auch den lettischen Außenminister Rinkēvičs. Bild vergrößern In Riga traf Staatsminister Roth auch den lettischen Außenminister Rinkēvičs. (© Gints Ivuškāns) Im anschließenden Gespräch mit der lettischen Kulturministerin Dace Melbārde, tauschte sich der Europa-Staatsminister über weitere geplante Veranstaltungen im Rahmen des  Reformationsjubiläums in beiden Staaten, sowie über die Planungen für die Feierlichkeiten aus Anlass des 100. Jubiläums der Staatsgründung Lettlands aus. Die Kooperation zwischen Deutschland und Lettland in den Bereichen Medienpluralismus und bessere Integration der russischsprachigen Minderheit stand ebenfalls im Mittelpunkt des Gespräches.

Über die Zukunft Europas und die aktuellen Bewährungsproben in der EU sprach Staatsminister Michael Roth mit dem lettischen Außenminister Edgars Rinkēvičs und dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses der lettischen Saeima Kalniņš. "Lettland gehört zum Herzen Europas. Gemeinsam mit unseren lettischen Freunden stehen wir für unsere europäischen Werte ein", erklärte Staatsminister Roth im Anschluss an das Treffen.

Treffen mit Aktivisten und Jugendlichen

Daneben stand auch ein Treffen mit Aktivisten der Nichtregierungsorganisation "Mozaika" auf dem Programm, die sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen (LGBTI) einsetzen. Roth informierte sich dabei über die immer noch schwierige Lage für sexuelle Minderheiten in Lettland. Staatsminister Roth traf auf Teilnehmer und Organisatoren von "Young Media Sharks" Bild vergrößern Staatsminister Roth traf auf Teilnehmer und Organisatoren von "Young Media Sharks" (© Gints Ivuškāns)

Schließlich traf Staatsminister Roth auch mit Organisatoren sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Sommercamps der "Young Media Sharks" zusammen. Dort erhalten Jugendliche die Möglichkeit, Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich Medien und Journalismus zu erlernen, ihre eigenen Talente zu entdecken und sich mit anderen Europäerinnen und Europäern zu vernetzen. Im Jahr 2016 wurde das Sommercamp der Young Media Sharks durch das Auswärtige Amt finanziell gefördert.