Volkstrauertag

Botschafter Schütte legt den Kranz am Volkstrauertag nieder Bild vergrößern Botschafter Schütte legt den Kranz am Volkstrauertag nieder (© Deutsche Botschaft Riga) Am Volkstrauertag legte Botschafter Rolf Schütte am 19. November auf dem Friedhof Meža kapi einen Kranz nieder, um gemeinsam mit über 50 Teilnehmern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken.

In seiner Rede anlässlich der Kranzniederlegung machte Botschafter Schütte deutlich, dass wir den heutigen glücklichen Zustand des Friedens in Europa nicht für selbstverständlich halten und nicht leichtfertig mit diesem Schatz umgehen sollten. Die endlosen Grabfelder aus dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg mahnen uns, dass Frieden etwas Kostbares ist, dessen Bewahrung jeden Einsatz rechtfertigt.

Weiterhin hob Botschafter Schütte hervor, dass wir uns auch immer wieder bewusst machen sollten, dass die toten Soldaten auf den Kriegsgräberfriedhöfen oft nur die letzten Opfer langer Prozesse waren. Menschenrechtsverletzungen stünden oft am Beginn dieser Prozesse. Schon lange erinnern wir uns deshalb am Volkstrauertag auf den Friedhöfen nicht nur der dort beerdigten deutschen Soldaten, die in den beiden Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts gefallen sind. Vielmehr gilt unser Gedenken den Toten aller Völker, die unter beiden Weltkriegen gelitten haben, aber auch der Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, der Opfer des Terrorismus und der politischen und anderer Verfolgung.

Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag im Waldfriedhof Riga nam 19.11.2017 Bild vergrößern Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag im Waldfriedhof Riga nam 19.11.2017 (© Deutsche Botschaft Riga)

Nach dem Botschafter sprachen auch Herr Arnis Āboltiņš, der Vorsitzende des lettischen Brüderfriedhöfe-Komitees, und der Pfarrer der Deutschen Evangelischen Gemeinde, Ralf E. Wolter.

Musikalisch untermalt wurde die Gedenkzeremonie durch das Ensemble "Morgenrot" vom Verband der Deutschen in Lettland – Rigaer Deutscher Kulturverein.